"Dass es viel besser geht, ...

“Dass es viel besser geht, machen die USA vor: Dort sind seit 2013 alle Unternehmen durch den “Physician Payment Sunshine Act” gesetzlich verpflichtet, einer Behörde Zahlungen an Ärzte zu melden. Neben dem Namen umfassen die Angaben den Grund für die Zahlung und die Höhe. Die Daten werden in eine zentrale, öffentlich zugängliche und durchsuchbare Datenbank eingepflegt, in der jeder nach seinem Mediziner suchen kann.”

Dagegen in Deutschland:

  1. Ein Arzt wird namentlich nur dann genannt, wenn er dem auch zustimmt. Von den rund 71.000 Medizinern, die Zuwendungen erhalten haben, wollten das nur etwa 20.000.

  2. Bei der Initiative machen nicht alle Pharmaunternehmen mit. Die teilnehmenden Firmen repräsentieren nach eigenen Angaben 75 Prozent des deutschen Marktes

  3. Welche Summen Ärzte für Studien und umstrittene Anwendungsbeobachtungen erhalten, wird gar nicht dokumentiert.

  4. Es gibt keine zentrale Sammelstelle für die Daten. Möchte man wissen, ob Dr. A Geld für Reisen oder Dr. B. Beratungshonorare bekommen hat, müsste man auf der Internetseite jedes einzelnen der 54 Pharmaunternehmen zunächst umständlich die Tabellen aufstöbern. Außerdem gibt es für die Datenaufbereitung kein einheitliches Format, und nicht alle Dokumente lassen sich automatisch durchsuchen.

Aargh!

spiegel.de

Transparenzkodex von Pharma-Firmen: Nur schöner Schein - Kommentar

Pharmakonzerne legen offen, welchem Arzt in Deutschland sie wie viel Geld zahlen. Alles transparent, alles gut? Nein: Die Initiative weckt nur den Anschein von echter Klarheit.

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