"Dass es auch anders geht, ...

“Dass es auch anders geht, zeigt sich in den USA. Dort hat die Regierung von Barack Obama im Jahr 2010 den „Physician Payments Sunshine Act“ verabschiedet, ein Gesetz, dass die Pharmafirmen zwingt, Summe und Namen der Ärzte zu veröffentlichen, an die im zurückliegenden Jahr Geld gezahlt wurde. Ein solches Gesetz halten viele Experten für gerechter und aussagekräftiger als die gegenwärtige Freiwilligkeitsregelung, bei der in Österreich noch nicht mal 20 Prozent der Zahlungen namentlich veröffentlicht werden, und in Deutschland noch nicht mal 30 Prozent. Aber sowohl das österreichische Gesundheitsministerium als auch das deutsche machen keinerlei Anstalten, die Transparenz bei den Interessenskonflikten der Mediziner zu fördern. "

Wo kämen wir da auch hin, wenn jeder wissen dürfte wie korrupt die Ärzte sind. Am Ende würden die Leute auch noch dieselbe Transparenz für Politiker fordern…

correctiv.org

Ihre Geldspritze, Herr Doktor!

EXKLUSIV: Mehr als 105 Millionen Euro haben Pharmafirmen im vergangenen Jahr an Österreichs Ärzte gezahlt, für Vorträge, Beratungshonorare, Studien und Spesen. Nur ein kleiner Teil der Ärzte war einverstanden, dass ihr Honorar auf den Websites der Pharmaunternehmen veröffentlicht werden darf. Dort lagen die Zahlen bisher versteckt und nicht durchsuchbar. In Kooperation mit der Zeitung „Standard“ und dem Österreichischen Rundfunk hat CORRECTIV die Daten befreit und in eine neue Datenbank überführt. Jeder Österreicher kann nun nachschauen, ob und wie viel Geld sein Arzt von Pharmaunternehmen bekommen hat.

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