Gerade ist ja mal wieder ...

Gerade ist ja mal wieder Leichtathletik-WM und passend dazu habe ich einen alten Physik-Artikel von 1978 gefunden:

Die Angst vor dem “Ex äquo”?: Meßtechnik im Sport — Eine kritische Betrachtung (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/phbl.19780340504)

Zitat: “Ein Beispiel: Der Internationale Schwimmverband erlaubt in Bassins, die für Olympische Spiele und Weltrekorde zugelassen sind, Toleranzen bei den einzelnen Becken von 49,99 bis 50,O1 m - das sind 0,04 %. Vergleicht man Rekorde, aufgestellt in verschiedenen Becken, so müßte man für 100 m Kraul (zwei Längen) eine Zeitdifferenz von größer als 0,02s gefordert werden (Weltrekord t = 49.44 s), für 1500 m Kraul (30 Längen) jedoch von größer als 0,36 s (t = 15 min 02,40 s). Darunter liegende Zeiten bedeuten “ex äquo”.”

Das ist ein interessantes Thema, das kaum diskutiert wird. Die Meßgenauigkeit der Zeit ist oft viel höher als die der Strecke. Deswegen sind viele Zeiten und Rekorde eigentlich gar nicht signifikant unterschiedlich.

onlinelibrary.wiley.com

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