Das ist eigentlich völlig unglaublich: ...

Das ist eigentlich völlig unglaublich: eine Grundschule programmiert ihren eigenen Messenger und betreibt ihn im Gegensatz zu Zoom, MS Teams, Whatsapp usw. DSGVO konform. Warum muß eine einzelne Grundschule so etwas im Alleingang machen? Es ist ja geradezu beschämend, wenn man daran denkt, dass diese Leute vermutlich keinen Pfennig vom Kultusministerium gesehen haben, während unsere obersten Schulleitungen wider besseren Wissens amerikanischen Schnüffelkonzernen Millionen in den Rachen schmeißen. Sollten die Landesrechnungshöfe nicht Klage erheben gegen Beamte, welche offensichtlich rechtswidrige Software kaufen (Das gilt auch z.B. für die Luca-App).

Und man sieht daran auch, dass der Aufwand etwas Eigenes zu entwickeln, statt aus Amerika einzukaufen, so groß nicht sein kann, wenn das eine Grundschule schafft. Es kann also nicht am Können liegen, es liegt am Wollen! Unsere Kultusministerien wollen einfach keine Digitalisierung.

Ein Beispiel noch zum Abschluß: Die Kultusministerkonferenz legt in Deutschland die Schulferien fest, siehe https://www.kmk.org/service/ferien.html Glaubt ihr etwa, sie würden die Ferientermine im Jahr 2022 vielleicht im Standardformat für digitale Kalenderdaten (https://de.wikipedia.org/wiki/ICalendar) bereitstellen, so dass jeder (Schüler, Lehrer, Eltern, …) sie ganz bequem in ihre digitalen Kalender importieren könnte? Nein, natürlich nicht (Nicht mal auf Nachfrage, ich habe nachgefragt!). Die Ferientermine werden als PDF zum Ausdrucken bereitgestellt. Und das nützt für die automatische Datenverarbeitung genau gar nichts. Willkommen im Jahr 2022, wo in unseren Ministerien immer noch Digitallegastheniker und Internetausdrucker das Sagen haben.

golem.de

Matrix: Grundschule forkt Messenger - Golem.de

Statt auf Teams oder Google setzt eine Grundschule in NRW beim Homeschooling auf einen selbst angepassten Matrix-Client. Die Mühe lohnt sich.

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